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Compound Bogen Sehnen

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Archery Direct Custom Sehnen für Compound Bögen
Wie wird der neue Sehnensatz am besten auf dem Compoundbogen eingebaut?
Immer mehr Bogenschützen erkennen die Wichtigkeit von guten Sehnen und Kabeln für ein gutes Ergebnis mit dem Compoundbogen. Die von den Herstellern verwendeten Sehnen sind in den letzten Jahren immer besser geworden, dennoch schwören viele Schützen auf Sehnen vom Spezialisten. Moderne Sehnen sind vorgereckt, alle Wicklungen fest auf der fertig eingedrehten Sehne angebracht und die Längen genau nach den Angaben der Bogenhersteller angefertigt. Für den schnellen Einbau des Peeps sollte ein Faden die Mitte der Sehne markieren. Die immer gleiche Position des Peep Sights ist mit aktuellen guten Sehnen kein Problem mehr.
Zu der perfekten Sehne gehört dann aber auch der richtige Einbau. Wie diese Aufgabe sicher und schnell erledigt werden kann möchte ich hier beschreiben.
Bei Archery Direct machen wir vor dem Sehnenwechsel zuerst eine genaue Aufnahme des Bogens. Dazu gehören insbesondere Zuglänge, Zuggewicht, Nockpunkt Höhe, Peep Höhe, und Cam Tuning.
Diese Maße notieren und zur Sicherheit die Position der Cams markieren. Dazu am besten eine Line mit Marker oder Bleistift entlang des Wurfarmes am Cam anbringen.
Hat der Bogen sehr gut geschossen, so sollte daran natürlich nichts geändert werden, oft sind aber auch die Cams nicht synchron oder andere Tuning Einstellungen sind, vorsichtig ausgedrückt, sehr ungewöhnlich. Dann muss man sich halt entscheiden ob eine neue Grundeinstellung vorgenommen wird oder die alte Einstellung dennoch wieder benutzt wird.
Jetzt wird auch der Bogen noch auf Schäden oder Verschleiß kontrolliert. Bevor Kabel und Sehne demontiert werden schaut man sich noch genau deren Lage auf den Cams und auch am Kabelrutscher an, hier hilft es ein paar Fotos zu machen. Bei einigen Bögen gibt es mehrere Aufhängpunkte für Sehne oder Kabel, dies natürlich auch markieren oder notieren.
Zur Montage benötigt man unbedingt eine Bogenpresse, hier gibt es preisgünstige Modelle für den Heimgebrauch. Moderne Bögen sollten auf keinen Fall in älteren Bogenpressen gespannt werden, hier kann es schnell zu Schäden an Mittelteil und Wurfarmen kommen.
Ist der Bogen in der Presse, kann man auch schnell das Spiel der Cams auf den Achsen kontrollieren, bei Verdacht auf einen Trockenschuss wird auch die Geradheit der Achsen vermessen.
Jetzt können die Sehen gewechselt werden. Wer sich sehr unsicher ist, wechselt am besten ein Teil nach dem anderen aus. Dabei immer darauf achten, dass die Enden sauber eingehängt sind und die Sehnen gut auf den Cams aufliegen. Es ist sicher auch sinnvoll die Längen des neuen Systems mit dem alten zu vergleichen, das neue System darf etwas kürzer sein, mehr als einen halben Zentimeter dehnen sich moderne Sehnen aber nicht. Das Peep jetzt schon ungefähr auf der richtigen Position einhängen. Ein O-Ring um das Peep Sight sichert es und verbessert die Sicht da ohne nennenswertes zusätzliches Gewicht das Peep größer macht und die Zentrierung vereinfacht. Falls nicht schon montiert, werden jetzt auch die Schrumpfschläuche aufgezogen mit denen dann die Sehnengewichte verdeckt werden.

Bei Cam &1/2 oder One-Cam Systemen muss meist beim Y-Kabel eine Seite mehr eingedreht werden damit das obere Cam oder Idler Wheel im Auszug gerade steht. Zuerst den Bogen ein paarmal ausziehen und die Synchronisation oder das Cam Timing einstellen. Eine gute Idee ist es auch den Bogen erst einmal über Nacht beiseite zu legen.
Wir spannen den Bogen in unserem Drawboard vor, hier kann man oft sehen wie sich die Cams nach einigen Minuten noch verstellen, nicht unbedingt weil sich das Material dehnt aber die Sehnen setzen sich doch oft ein wenig.
Die Sehnen und Kabel sind von Hersteller optimal eingedreht, zu wenig eingedrehte Sehnen verschleißen sehr schnell, sind die Sehnen zu stark eingedreht wird es sehr schwer den Bogen perfekt einzustellen. Daher die vorher eingedrehten Compound Sehnen maximal 10 Umdrehungen eindrehen und maximal 5 Umdrehungen ausdrehen.
Nach dem letzten Eindrehen oder Ausdrehen der Kabel sollte die Synchronisation stimmen, sind die neuen Sehnen genausolang wie die alten, dann stimmen auch das Zuggewicht und die Zuglänge.

Nun kann der Nockpunkt gewickelt werden, Klemmnockpunkte haben am Compound nichts zu suchen! Wir knoten zwei Nockpunkte, die untere Begrenzung etwas breiter als die obere, dies erleichtert das Tuning und der Pfeil fällt nicht so schnell von der Auflage. Einige Schützen verwenden auch nur einen Nockpunkt, der dann natürlich den Pfeil unten begrenzen sollte. Danach wird das Peep auf die korrekte Höhe gesetzt und auch eingebunden.
Wir schießen nun ein paar Pfeile ab um zu kontrollieren ob das Peep sauber steht. Falls nicht, muss die Sehne an einem Ende ausgehängt und gedreht werden bis alles passt. Im Auszug darf das Peep sich nur minimal verdrehen, sonst ist bei der Sehnenproduktion oder beim Einbau etwas schiefgegangen. Erst jetzt knoten wir die D-Loop fürs Release und ziehen sie fest. Mit dieser Vorgehensweise kann sichergestellt werden dass das Peep lange sauber steht. Etwas Heißkleber auf der Loop Schnur und eine gute Loop Zange sorgen dafür dass das Loop sich nicht mehr verdreht. Danach noch ein paar Kontrollschüsse und der Compound Bogen ist wieder fertig zum Schießen.
Eine moderne Sehne sollte mindestens 7000 Schuss halten. Dreht sich das Peepsight plötzlich um mehr als 30 Grad kann man davon ausgehen das Stränge unter dem Nockpunkt gerissen sind.


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