Archery Direct


Direkt zum Seiteninhalt

Martin Shadowcat

Compound Bogen

Der Shadowcat wurde nach Druck des Katalogs noch verändert !Der Bogen ist jetzt ca. 41" lang, alle anderen Features bleiben wie gehabt.


Der Shadowcat von Martin Archery ist mit 41" Achslänge, einer fehlerverzeihenden Standhöhe von 7 1/2" und dem schnellen Cat 1.5 Cam ein Traumbogen für Fita und Feldbogen Turniere.
Die von Scepter bekannte Griffgeometrie macht diesen Bogen sehr präzise, die Verdrehung des Bogens im Auszug wird so effektiv verhindert.
Die Kabel laufen beim Ausziehen seitlich im Cam, durch die schneckenförmige Kabelspur wird das Verkippen der Cams das "Cam Lean" effektiv verhindert.
Die Zuglänge ist einfach durch Verdrehen der Module einstellbar, der Auszugstopp auf dem Cam sorgt für eine absolut harte Wand im Vollauszug.
Durch Variationen von Modul Position und Auszugsstopp kann der Shadowcat individuell getunt werden.


SHADOWCAT Eigenschaften

• Neue Cat 1.5 Cams - schnell und universell einstellbar
• Roto Cup Wurfarmaufnahme
• Offizieller STS Sehnenstopper
• Ruhig im Abschuss durch VEM Module, Griff und Shelf Dämpfung
• Dakota Sehnen von Stone Mountain
• Lang, stabil und präzise
• Der schlanke Griff ermöglicht verdrehfreien Auszug
• Präzise Kugellager in den Cams
• 4fach laminierte CoreFlex Wurfarme

Technische Daten

Pfeilgeschwindigkeit: 320-325 FPS (70#, 30”, 350 gr.)
Let-Off: 80% (einstellbar)
Zuggewichte: 50#, 60#, 70#
Zuglänge: 27” to 30”
Standhöhe: 7 1/2”
Gewicht: 4.7 lbs.
Länge Achse-Achse: 41”


Hier ein erster Erfahrungsbericht von Ulli Schmidbauer, Co-Autor von Bogenschiessen aber richtig.


Heute war es so weit: Ich konnte mal Gernot Sauter's neuen Shadowcat schießen. Voranschicken möchte ich, dass ich (LH) einen rechten Bogen geschossen habe. Ich bin zwar für einen LH relativ geübt im RH Schießen, aber natürlich nicht perfekt.


Also, der erste Eindruck:

Das Teil ist groß und schwer. Nicht "bleiern", aber diese Schwere, die einem auch bei einer guten Büchse das Gefühl von Qualität vermittelt. Sind immerhin nackt 4,7 lbs. Als nächstes habe ich dann das Finish überprüft. Keine Mängel, absolut keine. Keine Dreiteilungs-Ritzen (ist auch einer von Martin's "Geteilten"), keine unsauberen Übergänge, super-sauber gefinishte CAT 1,5-Cams. Über die Original-Takelage kann ich nichts sagen, weil Gernot sofort seine Customs draufgenagelt hat. Die waren allerdings vom Feinsten: Rote Stricke, mit halbtransparent-weißen Servings! Das ist mit das schönste Kabel-Sehnen-System, das ich bisher gesehen habe. Zu einem matt-schwarzen Bogen ein absoluter Traum!

Dann mal nach Cam-Lean geschaut. Nix. Gernot ausziehen lassen. Immer noch nix. Zumindest nicht auf den ersten und auch noch nicht auf den zweiten Blick. Das "Helical Track Design" tut seinen Dienst.

Wurfarme: Die neuen WAs sind sehr schön. Wie gut sie sind, kann ich natürlich nach einmal Ausprobieren nicht sagen. Sagen kann ich aber, dass sie super-sauber geschnitten sind. Kommt daher, weil sie Wasserstrahl-geschnitten werden, wie ich erfuhr. Na ja wie gesagt, wenn's schön macht!

Dann habe ich natürlich auch ein paar Pfeile fliegen lassen. Mit einem Overkill-Release ... Nach einiger Überwindung und der Autosuggestion, dass mein Zahnarzt schließlich auch leben muss, konnte mich trotzdem auf den Bogen konzentrieren.

Was beim Schießen als erstes auffällt ist der Griff. Nein, falsch - der fällt einem erst auf, wenn man darüber nachdenkt, dass er einem nicht auffällt. Die Hand rutscht wie selbstverständlich in die Alu-Mulde und irgendwie sitzt der Bogen da drin als wäre es die selbstverständlichste Sache der Welt. Es gibt bei diesem Griff - oder ich will mal vorsichtig sein - bei der Kombination aus meiner Hand und diesem Griff absolut nur eine Stellung, in der man den Bogen hält. Sauber, angenehm, definiert, wiederholbar. Und genau in dieser Stellung steht der Bogen auch kerzengerade. Haben sie ebenfalls sehr gut gemacht, die Martinis!

Dann der Auszug. Ich hätte von einem 41er Bogen mit 60# erwartet, dass er sich irgendwie leichter zieht. Versteht mich nicht falsch, das zieht sich schon weich, ohne Hump und "smooth" - aber irgendwie bekommt man schon mit, dass die Knifte mit 325 fps IBO ziemlich Speed macht für so ein Target-Teil.

Hinter in die Wand. Zack! Steht und rührt sich nicht mehr! Hart, definiert und nach einem relativ kurzen Tal. Gernots Schleuder hat auch deutlich unter 80% LO, daher wahrscheinlich das sehr kurze Tal. Mit dem Draw Stopp lässt sich nämlich auch das Let-Off variieren. Apropos variieren: Über die Module lässt über rund 3 Zoll mit der Auszugslänge spielen.

Dann der erste Schuss. Was sofort auffällt: Das deutlich lauteste Geräusch ist der Aufschlag des Pfeils auf dem Dämpfer. Gut, war auch auf nur ein paar Meter im Keller, vielleicht hört man in der Halle ein bisschen was, aber trotzdem: Der Bogen ist ultra-leise.

Ich kann Euch über das Gefühl beim Schießen nicht viel sagen. Es gibt eigentlich keines. Man konzentriert sich aufs Zielen, schießt und das war's schon. Kein Vibrieren, kein Handschock wie ihn manche der ultralangen Target-Schleudern produzieren, kein Lärm, einfach nichts. Ich hab noch einen Pfeil geschossen. Wieder nix. Noch einen. Auch nix. Noch einen.... usw. Wenn ich es beschreiben soll, kann ich nur sagen: Konzentriere Dich auf das Zielen, alles andere macht der Bogen und das macht er so, dass Du nichts davon mitbekommst.

Ich habe ohne Stabi geschossen. Das ist mir eigentlich erst danach aufgefallen. Der Shadowcat ist sehr angenehm ausbalanciert. Nur mit Visier und ohne Stabi rollt ganz leicht nach vorn ab.

Ihr merkt schon, zu den meisten Kriterien kann ich nur sagen "... ist mir nicht aufgefallen...". Das ist eigentlich das, was den Bogen ausmacht: Tolle Optik, aber in der Haptik und im Schießen "unauffällig" im Sinne von "ganz selbstverständlich".

Der "echte" Speed? Mit 57# DW und 29 Zoll Auszug schmeißt er einen gut 330 grains schweren Pfeil mit 280 fps durch den Chrony. Reicht also allemal.

Fazit:

Was ich hier geschreiben habe, ist natürlich alles subjektiv. So auch dieses Fazit. Aber im Ernst, das ist nun der erste lange Target-Bogen, den ich mir als den meinen vorstellen könnte. Nicht der Typ harter Bursche, der einen zum Dank noch in den Hintern tritt, sondern eher der Typ unauffälliger Spezialist, der nicht viel Wind um die Sache macht, perfekt seinen Job versieht und den Schützen nicht von dem ablenkt, was dessen Job ist: Zielen! Optisch ist er für einen Target-Bogen der echte Bringer! Und jetzt kommts: Wenn ich recht informiert bin, kostet der Shadowcat unter 750 Euro. Hey, da werden es Hoyt, PSE und Mathews echt schwer haben, ihre Preise zu rechtfertigen. Ich wüsste nicht wie.

Homepage | Compound Bogen | Bogen Kurse | Kataloge | Bogenschützen | Impressum | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü